DisAbility Confidence Day 2017: über offensichtliche und blinde Barrieren in Unternehmen - gugler* brand & digital

DisAbility Confidence Day 2017: über offensichtliche und blinde Barrieren in Unternehmen

2. Juni 2017

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Gruppenbild der Sprecher am Podium

Am 1. Juni durfte ich beim „DisAbility Confidence Day 2017“ dabei sein. Im Studio 44 der Österreichischen Lotterien am Wiener Rennweg trafen sich nicht nur CSR-Verantwortliche, sondern die oberste Managementebene österreichischer Großunternehmen. Anwesend waren etwa Julian Hadschieff, Vorstandsvorsitzender PremiQaMed Holding, Gregor Demblin, Founder myAbility und Career Moves, Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender REWE International AG, Robert Zadrazil, Vorsitzender des Vorstandes UniCredit Bank Austria AG, Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsdirektorin Casinos Austria und Österreichische Lotterien, Peter J. Oswald, CEO designate of Mondi Group, Andreas Treichl, Vorsitzender des Vorstands Erste Group Bank AG, Claus Raidl, Präsident der Österreichischen Nationalbank, Johannes Kopf, Vorstand des AMS Österreich. Daneben vertreten war selbstverständlich alles, was in der „Disability-Community“ Rang und Namen hat, also Betroffene, Verantwortliche und Gönner, sowie auch der designierte Behindertenanwalt Hansjörg Hofer.

Das Thema Behinderung ist in der Wirtschaft angekommen!

Diskutiert wurde über unsichtbare Barrieren für Menschen mit Beeinträchtigungen im Wirtschaftsleben, die Gesellschaft im Wandel an sich und Chancengerechtigkeit als Erfolgsfaktor für Unternehmen. Ungefähr 15% der Menschen in Österreich sind dauerhaft oder temporär eingeschränkt – diese Zielgruppe wird zusehends als eigene Kundengruppe wahrgenommen, das Potential dieser Menschen im Wirtschaftsprozess aber noch wenig ernst genommen. Diese Veranstaltung hat aber wieder einiges bewegt. Nicht nur das Podium war toll besetzt, sondern das Zusammentreffen so vieler Menschen aus unterschiedlichen Ebenen war auch eine perfekte Plattform zum Netzwerken.

Fazit: Unternehmen sollen Menschen mit Behinderungen nicht aufgrund sozialer Aspekte und ausschließlich aufgrund eines wie auch immer gearteten Goodwill-Gedankens anstellen, sondern Behinderung als zusätzliche Qualifikation, als Skill sehen; als Menschen, die andere Aspekte und neue Perspektiven in ein Unternehmen einbringen können. Sie sollen am Arbeitsmarkt nicht als gesonderte Gruppe gesehen werden, sondern als selbstverständlicher Teil aller arbeitsfähigen Menschen.

Für mich (ich bin selbst auf einen Rollstuhl angewiesen) war es eine erneute Bestätigung, dass man trotz Einschränkung vieles erreichen und bewirken kann.

Zusammenschnitt ORF III – CEO Future Talk
(c) myAbility bzw. kainz-pictures.at

Werner Rosenberger

Über Werner Rosenberger

Masterstudium Unternehmenskommunikation & Integrierte Kommunikation an der Donau Universität Krems. Bei gugler* Produktmanager, zuständig für barrierefreie Websites, interne Projekte und Kundenbetreuung. Ehrenamtlich in NPOs – vernetzter Denker, weltoffen und tolerant.

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