Web Accessibility – Barrierefreies Internet

Was ist das?

1,7 Millionen Menschen in Österreich leben mit körperlichen, psychischen und neurologischen Einschränkungen (dauerhaft oder auch nur temporär). Diese Einschränkungen erschweren den Zugang zum Internet. Die internationale Web Accessibility Initiative (WAI) hat dafür Richtlinien erstellt, die sogenannte Web Content Accessibility Guidelines (WCAG 2.0).

Werden diese Empfehlungen befolgt, so sind sie für eine größere Gruppe von Menschen mit Behinderungen oder älteren Personen besser zugänglich, z. B. Blinde und Sehbehinderte, Gehörlose und Menschen mit nachlassendem Hörvermögen, Lernbehinderungen, kognitiven Einschränkungen, eingeschränkter Bewegungsfähigkeit, Sprachbehinderungen, Fotosensibilität und Kombinationen aus diesen Behinderungen.

Ein entscheidender Vorteil, den eine barrierefreie Website mit sich bringt, ist die Optimierung für Suchmaschinen. Denn auch Suchmaschinen sind blind – Barrierefreiheit steigert die Auffindbarkeit Ihrer Webinhalte!

Zusätzliches Plus: Eine nach den WAI-Richtlinien gestaltete Website macht Webinhalte auch ganz allgemein bedienerfreundlicher!




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Österreich hat sich auf EU-Ebene verpflichtet, die WAI-Richtlinien umzusetzen. Die Umsetzung ist daher fester Bestandteil der E-Government-Strategie. Das bedeutet, dass entsprechende Mindeststandards im Web erfüllt werden müssen.

4 Prinzipien

An der Spitze für barrierefreie Webinhalte stehen 4 Prinzipien, die die Grundlage der Barrierefreiheit im Web darstellen: wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust.

3 Stufen

Zur Messbarkeit wurden 3 Stufen der Konformität definiert: A (minimal), AA und AAA (höchste Konformität zu den WAI-Richtlinien WCAG 2.0).

Unsere digitalen Angebote: Websites, PDFs, PPTs, Videos & Leichte Sprache

Übersichtlich, strukturiert, sinnvoll gegliedert und gut lesbar: Warum Barrierefreiheit Standard sein sollte.

Wir haben Spezialisten bei uns im Haus, die Sie fachgerecht beraten können. Unsere Expertise auf diesem Gebiet erweitern wir laufend mit Ausbildungen (z.B.: „Certified WebAccessibility Expert“ der Wirtschaftskammer Österreich) und in Fachgesprächen mit Expertengruppen (z.B.: Mitgliedschaft bei „accessible media„).

Was ist eine barrierefreie Website?

„Barrierefrei sind … Systeme der Informationsverarbeitung …, wenn sie für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind.“
§ 6 Abs. 5 BGStG

Grundsätzlich sind Websites so zu gestalten, dass Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderungen oder Beeinträchtigung von Sinnesfunktionen selbstständig auf Websites navigieren können.

Checkliste für barrierefreie Websites:

  • Für nicht-textliche Inhalte muss ein alternativer Textinhalt zur Verfügung gestellt werden.
  • Für zeitgesteuerte Medien wie Audio- und Videoinhalte müssen Alternativen bereitgestellt werden.
  • Inhalte müssen auch in vereinfachter Form z. B. Layout, dargestellt werden können, ohne dass Informationen oder Strukturen verloren gehen.
  • Es soll erleichtertes Sehen und Hören der Inhalte ermöglicht werden.
  • Alle Funktionalitäten müssen per Tastatur gesteuert werden können.
  • Dem Nutzer muss ausreichend Zeit gegeben werden, um Inhalte zu lesen und zu verwenden.
  • Orientierungs- und Navigationshilfen müssen bereitgestellt werden.
  • Texte sollen lesbar und verständlich gestaltet sein.
  • Darstellung und Funktionsweise der Website muss vorhersehbar sein.
  • Zur Vermeidung von Fehlern sollen unterstützende Funktionen bereitgestellt werden.

Was ist eine barrierefreie Präsentation (PPT)?

Eine Präsentation ist dann barrierefrei, wenn die Kontraste bei Schrift und Grafik ausreichend sind, Schriftarten und Schriftgrößen entsprechend ausgewählt wurden und auch Struktur und Sprache übersichtlich und leicht verständlich sind.

Was ist eines barrierefreies Dokument (PDF)?

Bei einem PDF gelten dieselben Anforderungen wie bei Websites oder Präsentationen. Dazu kommt, dass die Struktur einen immensen Einfluss hat, wenn Texte etwa von Screenreadern vorgelesen werden sollen.

  • Bei der Gestaltung muss das Thema Barrierefreiheit so früh wie möglich aufgegriffen werden.
  • Text wird mittels Tagging strukturiert, seine Abfolge und Sprache muss definiert sein, um von Screenreadern richtig erkannt zu werden.
  • Bilder werden mit Alternativtext kurz beschrieben und können daher ebenfalls vorgelesen werden.
  • Weiters dienen ein automatisiertes Inhaltsverzeichnis und Lesezeichen als wichtige Navigationshilfen innerhalb des PDFs.
  • Primär gilt es, ein gemeinsames PDF für Behinderte und Nichtbehinderte zur Verfügung zu stellen.

Was ist ein barrierefreies Video?

Relevant sind:

  • Untertitel – und das nicht nur für Gehörlose. Wer Videos z. B. über Smartphones konsumiert und gerade keine Kopfhörer dabei hat, freut sich ebenfalls über eine Untertitelung.
  • Übersetzung in Gebärdensprache
  • Illustrationen, die die Inhalte erläutern und vereinfacht erklären.

Was ist Leichte Sprache?

Leichte Sprache zielt auf besonders leichte Verständlichkeit ab.

Das Regelwerk wird von dem seit 2006 bestehenden Netzwerk Leichte Sprache herausgegeben. Es umfasst neben Sprachregeln auch Rechtschreibregeln sowie Empfehlungen zu Typografie und Mediengebrauch.
Die Leichte Sprache soll Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen über eine geringe Kompetenz in der deutschen Sprache verfügen, das Verstehen von Texten erleichtern. Sie dient damit auch der Barrierefreiheit.

Kontakt

Für weitere Fragen und Auskünfte kontaktieren Sie bitte:

Martin Weber
Agenturleitung gugler* digital
T: +43 2752 500 50-722
E: martin.weber@gugler.at